Stellungnahme der Freien Wähler zum Konverter-Standort Philippsburg

Stellungnahme der Freien Wähler zum Konverter-Standort Philippsburg

Wir Freien Wähler Philippsburg haben uns der Resolution zur Verhinderung des Konverterstandort Philippsburg grundsätzlich angeschlossen.

Nicht nur dass wir Aufgrund des Rückbau des Kernkraftwerks ein Standortabfalllager und ein Reststoffbearbeitungszentrum auf unserer Gemarkung hin gestellt bekommen – jetzt sollen wir auch noch unseren Beitrag zur Solidargemeinschaft in Form eines Konverters geben.

Leider gibt es zum Thema Konverter Moment nur so viel sagen, dass 8 Standorte auf ihre Nutzbarkeit geprüft werden. In den 8 Standorten wurde jetzt auch plötzlich ein Standort außerhalb der von uns vorgeschlagenen Zone einbezogen – Neurott bei Heidelberg (zwischen Oftersheim und Sandhausen). Wo der geplante Konverter mit einem Flächenverbrauch von 270 x 370 m und einer Hallengröße von 90x40m mit einer Höhe von 20 Meter letztendlich gebaut werden soll ist bisher noch offen.

3 Standorte befinden sich auf Philippsburger Gemarkung – der Standort den TransnetBW favorisiert ist direkt neben dem Kraftwerksgelände. Hier ist der direkte Anschluss an das Umspannwerk. Ein solcher Bau würde zur Folge haben, dass weitere landwirtschaftliche Fläche wegfällt. Dieser Standort müsste jedoch aufgefüllt werden, um ihn auf das Höhenniveau des Umspannwerks zu bringen. Problematik ist, dass es keine Schalltechnischen Untersuchungen gibt, die aufzeigen mit welchen Lärmbelästigungen wir rechnen müssen. Vor allem liegt die Wohnbebauung gerade mal 800 Meter von diesem Standort entfernt.

Mit in das Projekt Konverter muss man die vielen anderen Projekteeinbeziehen, die gerade auf unserer Gemarkung geplant sind.

Wir werden den Polder Elisabethenwört aufgedrängt bekommen – eine Untersuchung der Notwendigkeit des Retentionsraums ist nicht geplant – sondern der Polderbau wird umgesetzt werden. Mit allen Folgen für die Einwohnerschaft. Wir sollen unseren Beitrag zur Solidargemeinschaft gegenüber den unteren Rheinanliegern aufbringen aber was wird uns abverlangt? Polderbau Rheinschanzinsel der 2016 in Betrieb gehen soll, 5 Castoren aus Le Hague, die nicht 2015 sondern erst 2016 kommen sollen(welch ein Trost), ein weiteres Zwischenlager für die Lagerung der beim Rückbau anfallenden , strahlenbelasteten Baumaterialien. Und dass alles weil wir ja die ganzen Jahre die Gewerbesteuer kassiert haben – aber dass davon 80% über die Kreisumlage an die umliegenden Kommunen abgewandert ist, davon möchte keiner etwas wissen.

Unser Fazit: Wir Freien Wähler werden einen Konverter auf Philippsburger Gemarkung nicht hinnehmen.