Kritik aus Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen

Kritik aus Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen

Aus der BNN vom 15. April 2015

Kritik aus Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen

Ultranet-Fachgespräch in Hockenheim: Forderungen nach Änderungen des geplanten Stromtrassenkorridors

Von unserem Mitarbeiter Werner Schmidhuber

Hockenheim/Philippsburg. Philippsburg mit Stadtoberhaupt Stefan Martus und Umweltamtsleiterin Helga Steinel-Hoffrnann erschienen gleich mit ihrem Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Dirk Herrmann. Für Oberhausen-Rheinhausen ergriff Bürgermeister Martin Büchner, der mit drei Mitarbeitern da (war, engagiert das Wort. Vereint trugen sie ihre Bedenken und Vorbehalte, ihre Änderungswünsche und Verbesserungsforderungen der großen Antragskonferenz mit einem Großaufgebot an Fachleuten in Hockenheim vor.
Dort in der Stadthalle tagten gestern mehr als 100 der vom Netzausbau betroffenen Kommunen und alle sogenannten Träger öffentlicher Belange. Bei‘ dem öffentlichen Fachgespräch ging es um das Stromleitungsprojekt mit dem Trassenabschnitt zwischen Mannheim-Wallstadt und Philippsburg. „Jetzt ist es angebracht, Meinungen zum Trassenverlauf zu äußern“, ließ Pressesprecherin Steffi Thiele von der Bundesnetzagentur wissen.
Philippsburgs Bürgermeister Martus brachte es auf den Punkt: „Wer einen Konverterstandort außerhalb der jetzigen Trassenplanung wünscht, muss dies nun artikulieren.“ Sieben mögliche Standorte im Raum Waghäusel, Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen sind kartenmäßig erfasst, zwei davon liegen außerhalb des festgelegten Korridors. Auch der von Philippsburg bevorzugte Platz auf dem ehemaligen Munitionsdepot Altlußheim/Kirrlach, der allerdings (noch) nicht eingezeichnet ist, gehört nicht in den schmalen Trassenabschnitt. Eine Aufnahme will Philippsburg unbedingt durchsetzen.
Auf der aktuellen Übersichtskarte „Genehmigungsabschnitt B“ steht hinter dem Konverterfavorit „Landstraßenäcker“ in Wiesental (die BNN berichteten) die Anmerkung „Vorzug“, hinter dem Platz „Altrhein“ beim KKP der Vermerk „Alternative“. Fest vorgegeben sind die „Stromverknüpfungspunkte“ zwischen Osterath (bei Krefeld) und Philippsburg. Die Umspannwerke an den Endpunkten bleiben stehen. Im Zuge der Gesamtplanung gilt ein Konverter nur als Nebenanlage. „Die Antragskonferenz mit Erörterung. möglicher Alternativen zur vorgeschlagenen Trassenführung ist als wichtiger Bestandteil des Gesamtverfahrens der Bundesfachplanung“, hieß es vor Ort. Und weiter: „Der Trassenkorridor ist etwa 500 bis 1 000 Meter breit, die finale Trasse wird aber deutlich‘ weniger Raum in Anspruch nehmen. Der ganz konkrete Standort und die genaue Ausgestaltung eines Konverters werden erst im eigentlichen Genehmigungsverfahren festgelegt.“

BNN-15_04_15-Kritik