Geschäftsordnungsantrag der FW /ULI –Gemeinderatsfraktionen, Sitzung , Dienstag, 12.03.2019

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Martus,

sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir beantragen die Schaffung einer Stelle als 1.0 VZÄ (0,5 ?, damit Anfang gemacht ist) für einen Gerätewart zwecks Wartung der Ausrüstungsgerätschaften aller Abteilungen der Feuerwehr der Stadt Philippsburg im Verhältnis, Philippsburg 50 %, Huttenheim 25% und Rheinsheim 25%. Ebenso die Ausschreibung dieser Stelle und Einbindung in den Personalplan.

 

Begründung:

 

Der Umfang, die Menge, die Komplexität und die notwendigen Bewegungs -, Instandhaltungs- und Prüfaufgaben nahmen bzw. nehmen in den vergangenen Jahren aber auch zukünftig stetig überproportional zu.

 

Die erforderlichen Prüf- und Dokumentationsaufgaben nach der Nutzung jeglichen Feuerwehrgerätes haben ein Ausmaß angenommen, welches durch ehrenamtliches Engagement der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner nicht mehr zu leisten ist. Nach jeder Entnahme und Nutzung eines Ausrüstungsgegenstandes aus den Feuerwehrfahrzeugen oder aus Materiallagern müssen diese auf vollkommene Funktionalität geprüft, notfalls repariert und selbstverständlich nachvollziehbar dokumentiert werden. Diese Tätigkeiten sind im normalen Feuerwehrübungsdienst nicht mehr leistbar.

 

Hier greift auch die Anzahl der vorhandenen Ausrüstungsgegenstände in diese Betrachtung mit ein.

Philippsburg ist eine Gemeinde mit einem erhöhten Gefahrenpotential und vielen Aufgaben. Daher muss für alle denkbaren Gefahren eine Abwehr vorgehalten werden. Sämtliches Equipment wird benötigt. Dies lässt sich daran erkennen, dass bei größeren Schadenlagen alle Fahrzeuge im Einsatz sind und noch zusätzlich Überlandhilfe von umliegenden Wehren angefordert werden muss.

Die fachübergreifende Ausbildung aller Feuerwehrmitglieder an allen Fahrzeugen und Gerätschaften könnte nicht mehr durchgeführt werden. In einer freiwilligen Feuerwehr müssen alle Einsatzkräfte sich an allen Fahrzeugen und Geräten bestens auskennen. Hierzu ist eine intensive Übung und regelmäßige Schulung an diesen Gerätschaften unabdingbar. Wird nun 50% und mehr der Übungsdienste für diese administrativen Aufgaben belegt ist eine kontinuierliche Schulung und Weiterbildung nicht mehr gegeben. Die Einsatzbereitschaft und die feuerwehrfachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse könnten nicht mehr weitergebildet und nicht mehr auf dem notwendigen aktuellen Stand gehalten werden. Dies würde eine Verringerung der Einsatzbereitschaft und eine Verringerung des Schutzes unserer Bürger bedeuten. Diese Minderung der Sicherung der Daseinsfürsorge können wir nicht mittragen.

 

Ihnen wurde bereits die Situation geschildert als beim Gebäudevollbrand, Rheinschanzinsel ein Fahrzeug nicht bewegt werden konnte und Saugschläuche auf Grund eines hohen Alters von circa 30 Jahren undicht waren und somit eine Wasserförderung in einem kritischen Einsatzstadium nicht möglich war.

 

Bisherige Arbeiten wurden durch verstärkte Eigenleistung, durch Fremdvergabe von Prüf- und Reparaturleistungen, sowie durch den zeitweisen Einsatz des Elektrikers des Bauhofes, Herrn Kartach erbracht.

Er leistete solche Arbeiten auch außerhalb der Dienstzeiten als Mitglied der Feuerwehr Philippsburg.

Diese Hilfestellungen fallen mit der Kündigung seiner Person bei der Stadt Philippsburg und seiner beruflichen Weiterorientierung bei der Feuerwehr der Stadt Speyer zu unserem großen Bedauern komplett weg.

Die Durchführung von Reparatur- und Prüfleistungen erbringt einen finanziellen Vorteil auf der Ausgabenseite. Gerätschaften befinden sich weitgehend temporär im Haus und nicht zu Prüfzwecken bei Fremdfirmen.

 

 

Eine Versagung dieser Weiterentwicklung würde temporär nach Auskunft des Gesamtkommandanten Herrn Reiss zu Statusmeldungen „ S 6 – NICHT EINSATZBREREIT“ einzelner Fahrzeuge führen

 

Die Stadt Waghäusel, die über eine vergleichbare Anzahl an Feuerwehrfahrzeugen und Geräten verfügt beschäftigt mittlerweile zwei Mitarbeiter mit je 1 VZÄ , welche allerdings auch die Atemschutzarbeiten durchführen, in diesem Bereich.

unterzeichnet von:

 

Für die
Freien Wähler , Christopher Moll, Fraktionsvorsitzender
Für die Uli, Peter Steinel, Fraktionsvorsitzender

 

 

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