Forum Jugend und Politik

Forum Jugend und Politik

Forum Jugend und Politik

Die Freie Wähler Karlsdorf-Neuthard hatten am 18.11.2015 gemeinsam mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik, Stuttgart, zum Forum Jugend und Politik eingeladen. Zahlreiche Zuhörer und interessierte Freie Wähler aus insg. 13 Ortsverbänden waren gekommen, um sich zu informieren, wie junge Menschen Politik auf kommunaler Ebene gestalten können:

  • Bad Schönborn
  • Bretten
  • Bruchsal
  • Dettenheim
  • Forst
  • Gondelsheim
  • Karlsbad
  • Karlsdorf-Neuthard
  • Kraichtal
  • Oberhausen-Rheinhausen
  • Phillipsburg
  • Stutensee
  • Ubstadt-Weiher

Robby Geyer, Referent der Landeszentrale für politische Bildung, zeigte die vielfältigen Möglichkeiten der Jugendbeteiligung auf. So gibt es in Baden-Württemberg aktuell etwa 83 Jugendgemeinderäte, etwa 45 Kommunen haben einen Jugendbeirat, etwa 60 ein Jugendforum und ca. 30 veranstalten sogenannte Jugendhearings. Interessant waren die konkreten Projekte in einzelnen Gemeinden und insbesondere die Erfahrungen mit Jugendlichen im Rahmen einer schulischen Kommunalwoche. Hier schlüpfen die Jugendlichen in die Rolle eines Gemeinderates und lernen, Positionen zu argumentieren und Kompromisse zu finden. Eine solche Woche endet meist mit einem Speed-Dating, bei welchem Schüler den Bürgermeister und Vertreter des Gemeinderates kennenlernen.

Lebhaft und ausgesprochen informativ war die anschließende Diskussionsrunde. Interessant waren die praktischen Erfahrungen der anwesenden Bürgermeister Ute Göbelbecker (Dettenheim), Wolfgang Faißt (Renningen), Martin Büchner (Oberhausen-Rheinhausen) und Heike Christmann (Ortsvorsteherin Ittersbach) zu konkreten Beispielen der Jugendbeteiligung. Genannt wurden hier z.B. die Neugestaltung eines Jugendhauses, der regelmäßige Rathausbesuch von Schulklassen sowie die Einrichtung eines „scater parks“. Überzeugend war, dass eine Jugendbeteiligung nur dann funktioniert, wenn der Austausch auf Augenhöhe erfolgt. Mit einer „nur vordergründig ernst nehmen“-Mentalität oder einer „ich hab doch die größere Erfahrung“-Haltung“ seitens Bürgermeister, Gemeinderäte und kommunalpolitisch Aktiven wird eine Jugendbeteiligung in welcher Beteiligungsform auch immer nicht funktionieren. Überzeugung aller war aber auch, dass es sich lohnt, hier Zeit und Ideen zu investieren, um mit den Erwachsenen von morgen unser demokratisches Grundverständnis zu üben. Der Abend klang aus in intensiven Gesprächen, insbesondere mit Wolfgang Faißt, dem Landesvorsitzenden der Freie Wähler Baden-Württemberg.

In Philippsburg hat sich ebenfalls ein Jugendforum gegründet, in dem interessierte Jugendliche sich in das Ortsgeschehen – wie Gestaltung eines neuen Spiel- und Erlebnisplatzes – einbringen können.

Hoffen wir, dass sich diese Institution Jugendforum lange halten wird und die Jungend für die kommunale Geschehnisse und Aufgaben begeistert werden kann.

Marion Kohout
1. Vorsitzende