Die Freien Wähler Philippsburg zu Gast in der Gemeinschaftsunterkunft der Asylbewerber in Waghäusel

Die Freien Wähler Philippsburg zu Gast in der Gemeinschaftsunterkunft der Asylbewerber in Waghäusel

KleinBesuchGemeinschaftsunterkunft[1]

Die Freien Wähler Philippsburg zu Gast in der Gemeinschaftsunterkunft der Asylbewerber in Waghäusel

Initiiert durch die Freien Wähler Waghäusel e.V. nahmen einige Freien Wähler von Philippsburg an der Besichtigung der Gemeinschaftsunterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Südzucker am 21. April gerne teil um sich zu informieren und um die Problematik zu wissen, die uns in Zukunft begleiten wird.  Wir wurden durch den Sozialarbeiter Herrn Thyret und seiner Mitarbeiterin sehr freundlich begrüßt. Er verschaffte uns einen Überblick über die Nationalitäten, die Bewohner, über die Versorgung, Erstausstattung aber auch gleichzeitig die Problematik der Bürokratie.
Herr Kölmel (zuständiger Polizeimitarbeiter für den Bereich Asyl) teilte mit, dass das Miteinander in der Gemeinschafsunterkunft gut funktioniert und er inzwischen wenig bis keine Vorfälle hier hat.  Die Unterkünfte, welche für 140 Personen errichtet wurden, sind momentan mit 137 Personen (davon 18 Kinder) belegt. Die Gemeinschaft besteht aus 50 % Familien und 50 % Einzelpersonen (junge Männer).
Erfreulich war die Information, dass alle Kinder in den umliegenden Kindergärten und Schulen untergebracht wurden. Die Jugendlichen besuchen die Käthe Kollwitz Schule in Bruchsal. Dort gibt es eine besondere Klasse mit Sprachunterricht „Deutsch“.  Wir erfuhren hier, wie sich unsere Bürokratie für arbeitswillige Menschen in den Weg stellen kann. Auch ist die Problematik einen Antrag auf Asyl zu stellen nicht ausgereift. Ein Einwanderer darf nicht nach Ankunft direkt einen Antrag stellen!!!
Nein – ein Asylbewerber wird für dieses Prozedere eingeladen. Das Problem ist, diese Einladung lässt Wochen oder auch Monate auf sich warten. In dieser Zeit macht sich natürlich die Langeweile breit. Das Einzige, was diese Menschen gleich tun dürfen sind die sogenannten 1-Euro Jobs. Die Verpflegung erfolgt selbstständig. Jeder Bewohner bekommt einen bestimmten Geldbetrag und damit werden eigenständig Lebensmittel gekauft. Für die Verarbeitung der Lebensmittel stehen in jedem Containertrakt funktionelle Gemeinschaftsküchen zur Verfügung. Jeder Asylbewerber bekommt eine Erstausstattung, hierzu gehören auch Essgeschirr, Töpfe, Pfannen, Bettwäsche usw.
Hilfe brauchen die Menschen – nur wie – das ist noch nicht ganz schlüssig. Spenden in Form von Kleidung aber auch in Form von Geld kann man hier nicht wirklich brauchen. Wer jedoch helfen möchte darf gerne einfach mit Herrn Thyret Kontakt aufnehmen.

Sandra Wise

Freie Wähler Philippsburg