Aus der BNN vom 20. Mai 2015

Bürgerschaft ist einbezogen
Fahrplan zur Öffentlichkeitsbeteiligung für Polderplanung „Elisabethenwörth“

Dettenheim/Philippsburg (BNN). Der „Fahrplan“ zur Beteiligung der Öffentlichkeit im Projekt „Rückhalteraum Elisabethenwörth“ ist fertig. Damit wird die von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl bei der Auftaktveranstaltung im Juli zugesagte möglichst frühe Information und Beteiligung aller Partner eingehalten. Im „Beteiligungsscoping“ wurde bei zwei Abendveranstaltungen die Art und Weise der zukünftigen Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung zum Rückhalteraum Elisabethenwörth mit zahlreichen Akteuren besprochen.
Den Abschluss dieses Beteiligungsscopings bildet ein „Fahrplan“, der die zukünftige Öffentlichkeitsbeteiligung erläutert. Jeweils etwa 40 Teilnehmende aus den unterschiedlichen Gremien sowie der Bürgerschaft diskutierte im „Beteiligungsscoping“ über die geeigneten Formen der Beteiligung. Wie sich herausstellte war dies ein nicht ganz einfaches Unternehmen, denn die Interessenlagen waren zum Teil sehr unterschiedlich. Der offene Dialog ermöglichte ein gutes Ergebnis.
Herausgekommen ist nun ein „Beteiligungsfahrplan“. Hier ist festgehalten, dass es einen Projektbegleitkreis zu kontinuierlichen Begleitung der Planungen mit vier Arbeitsgruppen zu den Themen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaf, Freizeit, Ingenieursplanung/Grundwasser sowie Ökologie geben wird. Darüber hinaus ist beschrieben, welche Aufgaben diese Gruppen haben und welche Institutionen jeweils vertreten sind. Betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger machen jeweils rund ein Drittel bei den begleitenden Gruppen aus.
Der Rückhalteraum „Elisabethenwörth“ ist ein Projekt des Integrierten Rheinprogramms (IRP), das maßgeblich zum Hochwasserschutz am Oberrhein beitragen wird. Die Insel „Elisabethenwörth“ liegt auf den Gemarkungsflächen der Gemeinde Dettenheim/Ortsteil Rußheim und der Städte Philippsburg und Germersheim. Anfang der 90er Jahre wurden für diesen Rückhalteraum Voruntersuchungen und Vorplanungen durchgeführt. Die Vorplanungen sollen 2015 wieder aufgenommen werden, um eine Entscheidung über die bestmögliche Variante treffen zu können.

 

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